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Junge arabische Christen aus Israel zu Gast in unserer Seelsorgeeinheit

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Jetzt ist es endlich soweit. Die Freunde aus Israel kommen zum Gegenbesuch, der als völkerverbindende Aktion vom Bundesjugendplan gefördert wird, nach Konstanz. "Wir freuen uns riesig, dass sie kommen", sagen die jungen Konstanzerinnen und Konstanzer, die ein facettenreiches Programm für ihre Gäste zusammengestellt haben. Wenn die Israelis am Freitag in Konstanz eintreffen und von ihren deutschen Freunden und von dem CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Jung begrüßt werden, dann stehen ihnen eindrucksvolle zehn Tage bevor: Empfang im Rathaus, Ausflüge nach Meersburg und auf die Haltnau sowie eine Exkursion in den Europapark, denn es soll Zeit und Raum für Gespräche und vergnügliche Erlebnisse geben.

Quelle: http://www.suedkurier.de/region/konstanz/kultur/art2962,3354461

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Freitag, 8.8. - Empfang im Rathaus

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Empfang von arabisch-christlichen Jugendlichen aus Israel mit deutschen Gastfamilien im Ratssaal am 8. August 2008, 17 Uhr durch StR Wolfgang Müller- Fehrenbach
 
Liebe Gäste,
sehr geehrter Bundestagsabgeordneter Andreas Jung,
sehr geehrter Herr Pfarrer Dr. Andreas Rudiger,
sehr geehrter Herr Elias Abu Oksa,
meine verehrten Damen und Herren,
 
im Namen der Stadt Konstanz  und unseres Oberbürgermeisters Horst Frank darf ich Sie herzlich hier im Rathaus begrüßen.  

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Freitag, 8.8. - Voller Vorfreude

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... warteten wir ab 12.00 Uhr gespannt auf die Ankunft der Israelis.
Als sie dann endlich kamen wurden sie herzlich begrüßt und bekamen nach der anstrengenden Reise eine Stärkung. Dann folgte die Verteilung auf die Gastfamilien bei denen sie bis zum ersten Programmpunkt blieben.


Kurz vor fünf trafen wir uns im Innenhof des Rathauses um dort vom Vertreter des OB, Herrn Müller-Fehrenbach und des Bundestagsabgeordneten, Andreas Jung empfangen zu werden.

Danach unternahmen wir einen Stadtspaziergang bei dem die Israelis zum ersten Mal die „schönste Stadt Deutschlands“ sehen durften. Anschließend ging es zurück zum Pfarrhaus entlang der Seestraße wo wir die letzte Probe der Wasserskifahrer für das Seenachtsfest beobachteten.

Der Abend klang im Misa aus.



   

Samstag, 9.8 - Seenachtsfest

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Als sich am Samstag wieder alle Mitglieder der Gruppe trafen, wurden zunächst die ersten Eindrücke der Gastfamilien und die Unterbringung für die Nächte ausgetauscht.


Kurz darauf ging es dann schon los und es wurde ein ca. 15 minütiger Marsch zur Konstanzer Moschee betrieben. Dort bekamen wir eine interessante Einführung in die Moslemische Kultur und es wurden viele Fragen gestellt. Durch die ausführlichen Antworten auf diese Fragen kamen wir etwas in Zeitdruck.


Trotz Allem setzten wir unser Programm fort und fuhren mit dem Bus zur Fähre wo wir dann gleich mit dieser nach Meersburg fuhren. In Meersburg angekommen erklommen wir die Burg und sahen uns Alles mit Hilfe einer Burgführung genau an.
Danach bekamen wir dann einen ca. 30 minütigen Aufenthalt in der Innenstadt von Meersburg wo wir uns mit einem leckeren Eis stärken konnten. Kurz darauf fuhren wir dann auch schon wieder mit der Fähre zurück nach Staad und liefen von dort an das Konstanzer Freibad Horn, wo wir noch baden konnten so lange wir wollten.

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Sonntag, 10.8 - Ausflug nach Wangen im Allgäu

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Es war bisher der schönste Tag unserer Reise, wir haben Sachen probiert zum ersten Mal im Leben. Nach dem Frühstück begann unser Programm. Wir fuhren zum Hafen und mit Begleitung von Abuna Dominik sind wir weiter gefahren nach Wangen. Unterwegs haben wir die religiösen Lieder wiederholt, als Vorbereitung zur heiligen Messe in der Kirche.


Als wir ankamen, haben die Leute uns empfangen am Kirchplatz, dann führte uns ein Vertreter des Bürgermeisters ins Rathaus hinein, wo wir offiziell empfangen wurden.


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Montag, 11.8 - Bootsfahrt zur Reichenau

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Heute trafen wir uns um 9.45 Uhr im Pfarrgarten der St. Gebhardkirche. Nachdem alle eingetroffen waren, machten wir uns auf zu einer ausgiebigen Stadtführung. Zunächst wurden wir aber in zwei Gruppen geteilt; unsere arabischen Freunde bekamen eine Führung durch unsere Schöne  Stadt in Englisch. Wir, die Gundelfinger und die Konstanzer wurden in Deutsch herumgeführt. Später hatten wir noch etwas Zeit uns frei in der Stadt zu bewegen.


 Um 14.oo Uhr begaben wir uns auf ein kleines hübsches Bötchen, mit dem wir in Richtung Reichenau fuhren.

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Dienstag, 12.8 - Grüezi Schweiz und hallo Käse!

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Auch wenn die für heute ursprünglich geplante Wanderung in Malbun ins Wasser fiel, wollten wir unseren Gästen aber trotzdem die Möglichkeit geben, die Schweiz kennen zu lernen. Und wie könnte man dies besser tun als in einem Museum für Schweizer Brauchtum.

Also ging’s erstmal ab nach Appenzell, wo uns in einem urigen Museum die volkstümlichen Traditionen der Schweiz vorgestellt wurden. Wir erfuhren alle vieles über die Schweiz, was wir bisher nicht wussten und nie je von ihr geahnt hätten…
Besucht man die Schweiz, darf man natürlich auch keinesfalls darauf verzichten, eine Käserei zu besichtigen.

Also machten wir uns auf den Weg in eine Schaukäserei und wurden endlich aufgeklärt woher all die kleinen Appenzeller Käse herkommen. Von einem beeindruckenden Käse-Kino bis hin zur delikaten Kostprobe wurde uns alles geboten.
Um den Tag abzurunden stand als letztes noch Shopping in St. Gallen auf dem Programm.

Dann brachte uns der Reisebus wieder nach Hause. Der Tag wurde mit einem gemütlichen Beisammensein mit viel Tanz und arabischem wie deutschem Liedgut im Misa beendet.

   

Mittwoch, 13.8. - Rheinfall, Gundelfingen

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Am heutigen Tag trafen wir uns samt Gepäck an der St. Gebhard Kirche, wo wir mit dem Bus nach Stein am Rhein aufbrachen. Dort angekommen wurde ein kurzes Ortsreferat gehalten und wir hatten Zeit die Stadt auf eigenem Fuße zu erkundigen. Zur abgemachten Zeit trafen wieder alle am Treffpunkt ein und wir gingen gemeinsam zurück zum Bus.

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Donnerstag, 14.8 - Freiburg, Sankt Peter, Schluchsee

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Am Morgen ging es bereits um 8 Uhr los. Die Gundelfinger und die Israelis trafen sich im Gemeindezentrum zum gemeinsamen Frühstück, das von der Gundelfinger Ministrantenleiterrunde vorbereitet worden war.


Danach ging es mit dem Zug in die Stadt (Freiburg), wo zunächst ein Besuch des Freiburger Münsters, mit Besichtigung des Glockenturms (auf den wir freundlicherweise umsonst durften), Blick auf die Stadt Freiburg und natürlich auch auf die älteste Glocke Deutschlands, die Hosanna (1258), und danach natrülich auch noch des Inneren, stattfand.

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Freitag, 15.8 - Europapark Rust

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An diesem Freitagmorgen war es endlich soweit. Der lang ersehnte Tag, an dem wir in den Europa Park fuhren, war gekommen. Um 8.00 Uhr morgens wurden die Konstanzer in Freiburg mit dem Bus abgeholt, der danach nach Gundelfingen fuhr, um dort den Rest der Gruppe (nämlich die Israelis und die Gundelfinger) einzuladen. Nach einer halbstündigen Fahrt war die ganze Gruppe wohlbehalten am Europa Park angekommen. Als schließlich auch noch alle Treffpunkte bekannt gegeben worden waren,  bekamen alle eine Eintrittskarte und der Spaß konnte losgehen. In (mindestens) Vierergrüppchen durfte man sich nun im Park aufhalten und fuhr entweder Achterbahnen, aß etwas oder sah sich eine Show an.


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Samstag, 16.8 - Gemeinsamer Abschiedsgottesdienst

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um 18.30 Uhr in Sankt Gebhard.


Fürbitten: werden in deutsch und arabisch vorgebetet.
 

P Guter Gott, wir sind hier mit unseren Freunden aus Mi’ilya ver­sammelt. Durch die Taufe sind wir ein Leib in Christus. Gemeinsam bringen wir voll Vertrauen unsere Bitten vor Dich: LB 313 (O Lord hear my prayer)

1. Die gemeinsame Zeit in Israel und Deutschland war auch geprägt von Begegnungen mit Menschen anderer Kulturen und Religionen. Wir bit­ten dich für die Länder, in denen Krieg und Unfrieden herrschen: Schenke den Menschen dort Mut, Schritte zur Versöhnung zu wagen.

2. In den vergangenen Tagen haben wir viel voneinander und miteinander gelernt. Wir bitten dich um bleibende Bereitschaft - auch über diese Tage der Begegnung hinaus-, mit anderen Menschen den Dialog zu suchen.

3. Besonders die jungen Christen sind aufgerufen, als „Baumeister einer Zivilisation der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens“ Zukunft zu gestalten. Schenke uns Wachheit und Tatkraft, damit wir an unserem Platz in der Welt für das Gute eintreten.

4. Die Tage der Begegnung in Israel und Deutschland waren nur durch das tatkräftige Engagement vieler Men­schen möglich. Wir bitten dich für alle, die zum Gelingen dieser Tage beigetragen haben, Segne sie und vergelte ihnen das Gute, das sie getan haben. 

5. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit in Konstanz. Wir bitten dich für unsere Freunde aus Mi’ilya, die morgen in ihre Heimat zurückkeh­ren. Schenke ihnen eine hoffnungsfrohe Zukunft in Freiheit und Frieden.

6. In der Ausgelassenheit dieser Tage wollen wir auch jene nicht vergessen, die leiden. Wir bitten dich für alle kran­ken, einsamen und sterbenden Schwestern und Brüder: schenke Ihnen deine erfahrbare Nähe.

7. Wir wissen uns auch verbunden mit den Verstorbenen unserer Gemein­den und Familien. Wir bitten dich, lass sie deine Herrlichkeit schauen. 

P Im Vertrauen auf deine Zusage: „Ich bin der ich bin da“, danken wir dir und  preisen Dich jetzt und in Ewigkeit. Amen.
   

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Von Kühen, Käse und Freundschaften . . .

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Jugendliche aus Israel zum Gegenbesuch in Konstanz

Auf den ersten Blick sah die Gruppe mit ihren Rucksäcken aus, als sollte es zu einem ganz normalen Ferienlager gehen, doch der zweite Blick und die Umgangssprache Englisch offenbarte, dass es sich um eine besondere Gruppe handelte: 18 Jugendliche aus Israel waren zum zehntägigen Gegenbesuch nach Konstanz und in den Schwarzwald gekommen, nachdem junge Leute aus der Seelsorgeeinheit Konstanz-Petershausen im Vorjahr das Heilige Land besucht hatten.


Was lässt sich in ein Zehn-Tage-Programm packen, das mit Land und Leuten vertraut, Freundschaften enger knüpfen und auch noch Spaß machen soll? Geographische Höhepunkte waren die Münstertürme von Konstanz und Freiburg, christliche Meilensteine unter anderem ein Gottesdienst im Freizeitpark Rust und schließlich das Fun-Highlight: Kühemelken im Allgäu. Für acht Mädchen und zehn junge Männer aus der Wüstenzone um Miliya ein ebenso unvergessliches Erlebnis wie die Bootsfahrt auf dem Schluchsee – einige Mutige hatten sich bis zum Knie ins Wasser gewagt, doch wer begeistert sich für einen kalten See, wenn das warme Tote Meer zuhause quasi um die Ecke ist?


E-Mail-Adressen waren bereits im Vorjahr ausgetauscht worden, doch die Begegnung vertiefte die Freundschaften, zumal die Jugendlichen in Gastfamilien lebten. Gemeinsam amüsierten sie sich im „Käse-Kino“ des Schweizer Museums für Brauchtum, erstiegen die alte Meersburg und bestaunten den Rheinfall in Schaffhausen, um nur einige Ziele zu nennen. Als ob das Programm nicht umfangreich genug gewesen wäre, organisierte Pfarrer Andreas Rudiger einen Drei-Tages-Ausflug nach Gundelfingen mit diversen Schwarzwald-Abstechern. Hinter vorgehaltener Hand hieß es, der Pfarrer habe den Konstanzer Gasteltern eine kurze Verschnaufpause gönnen wollen, bevor die quirlige Gruppe den Abschied ins Visier nahm. Vorher gab es noch einen Besuch auf der Insel Mainau sowie ein  Fußballspiel, bei dem der theologische Ballprofi kräftig mitmischte. Im feierlichen, mehrsprachigen Abschlussgottesdienst definierte Pfarrer Andreas Rudiger die Eucharistiefeier als Gemeinschaft in tiefster Form. „Hier werden wir von Gott berührt“, befand der Priester, der im Vorjahr die Konstanzer Gruppe nach Israel begleitet hatte. Überraschend für viele Gläubige war die Aussage des galiläischen Gruppenleiters Elias Abu Oksa, dass sich in Israel lediglich  2,5 Prozent der Bevölkerung zum Christentum bekennen.


Die Begegnungen sollen weitergehen, wobei sich die Seelsorgeeinheit Petershausen aus der „ersten Reihe“ zurückziehen will. Jetzt liegt es an den jungen Leuten, wie sie ihren Kontakt künftig gestalten. Allerdings ist daran gedacht, mit Konstanzer Schulen weitere Projekte zu organisieren. Doch mit Idealismus allein ist es nicht getan, es muss auch die Kasse stimmen. Das Bundesfamilienministerium hatte über „ConAct“ zur Finanzierung beigetragen, wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Jung beim Auftakt betonte, als die Jugendlichen von Wolfgang Müller-Fehrenbach im Konstanzer Rathaus empfangen worden waren. Als zum Abschied das große „Danke“ angesagt war, brachte Elias Abu Oksa es auf den einfachen Nenner: man könne nicht alle Namen nennen, sonst vergesse man jemand, aber Pfarrer Andreas vergesse man nie.


Fürbitten in deutscher und arabischer Sprache verlasen Jugendliche beim Abschiedsgottesdienst am Samstagabend in der Kirche St. Gebhard. Am nächsten Morgen flogen die israelischen Gäste wieder in ihre Heimat.


Wir sind ein Team, versicherte Pfarrer Andreas Rudiger und meinte damit nicht nur das Fußballspiel zum Abschluss des zehntätigen Gegenbesuchs von israelischen Jugendlichen in Konstanz.