Leitbild unserer Kindertageseinrichtungen
Unser christliches Menschenbild
Die Grundlage unseres christlichen Glaubens ist die biblische Offenbarung und die Überlieferung der Kirche.
Wir Menschen sind Geschöpfe und Ebenbilder Gottes und haben dadurch eine unantastbare Würde.
Wir Menschen sind soziale Wesen, die zu Beziehungen fähig sind und nicht allein leben können. Im Spannungsfeld der persönlichen Freiheit und der Freiheit des Mitmenschen sind wir berufen, den Schöpfungsauftrag Gottes zu erfüllen. Entsprechend unseren Fähigkeiten übernehmen wir Verantwortung für die Gestaltung unseres Lebens und der Welt.
Gott hat uns durch die Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus ermöglicht, als Person mit ihm in Beziehung zu treten.
In unserer Erfahrung von erfülltem Leben und Glück, aber auch von Krankheit, Leid und Tod können wir in Jesus Christus einen Sinn sehen. Unser Glaube an die Auferstehung Jesus Christus und unsere Erwartung <eines neuen Himmels und einer neuen Erde> geben uns Hoffnung und Zuversicht.
Der Pastorale Auftrag unserer Tageseinrichtungen für Kinder
Unsere Tageseinrichtungen für Kinder sind Teil unserer Pfarrgemeinden. In den Einrichtungen werden die vier Grunddienste verwirklicht:
Mit unseren Tageseinrichtungen für Kinder schaffen unsere Pfarrgemeinden einen Ort der Begegnung und Gemeinschaft (Koinonia).
Unsere Tageseinrichtungen für Kinder bieten Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder als familienergänzende Hilfe (Diakonia) an.
In unseren Tageseinrichtungen für Kinder erleben und erfahren die Kinder die befreiende Botschaft Jesu (Martyria).
Unsere Tageseinrichtungen für Kinder sind auch ein Ort für gottesdienstliche Feiern und Feste (Leiturgia)
1
Unsere Sichtweise vom Kind
Jedes Kind kann Gott erfahren als den, <der da ist> (Ex 3,14), und sich selbst als Ebenbild Gottes, als bedingungslos von ihm angenommen: <Es ist gut, dass du da bist!>Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit mit seiner speziellen Lebensgeschichte, mit individuellen Fähigkeiten, Eigenarten und Begabungen.
Kinder brauchen Schutz und die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse.
Kinder sind beziehungsfähig und gleichzeitig auf Beziehungen zu anderen Kindern angewiesen.
Kinder brauchen Freiräume, aber auch Grenzen, innerhalb derer sie ihre Beziehungen gestalten können.
Kinder und Erwachsene sind in diesem Prozess gleichermaßen Lernende und Lehrende.
Kinder sind neugierig, offen für Unbekanntes und wollen lernen.
Sie forschen und lernen mit allen Sinnen und benötigen dafür ausreichend Möglichkeiten, um sich spielerisch und schöpferisch mit ihrem Lebensumfeld auseinander zu setzen. Dabei suchen sie auch Antworten auf existentielle Fragen ihres Lebens. Sie suchen nach Orientierung und Sinnhaftigkeit. Kinder sind offen für religiöse Fragen und benötigen Raum für eine kindgemäße religiöse Entwicklung.
Unsere Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern
Die Verantwortung für die Kinder tragen in erster Linie die Sorgeberechtigten. Wir bieten Vätern und Müttern Unterstützung und Beratung für die Erziehung ihrer Kinder an. Unser Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Familien und nimmt ihre Sorgen und Nöte ernst. Sie sind für uns Erziehungspartner. Diese Partnerschaft ist von gegenseitiger Wertschätzung und Achtung geprägt.
Die Meinung der Eltern ist uns wichtig. Wir wünschen uns konstruktive Kritik und berücksichtigen die Meinung der Eltern bei Grundsatzentscheidungen.
Wir verpflichten uns, sie gemäß den Richtlinien des Kindergartengesetzes von Baden-Württemberg zu informieren und mit ihnen respektvoll partnerschaftlich zusammenzuarbeiten.
2
Unser Selbstverständnis als Träger
Mit der Trägerschaft unserer Tageseinrichtungen für Kinder nehmen unsere Pfarrgemeinden ihren pastoralen Auftrag und ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr.
Unser Angebot orientiert sich an den Lebensverhältnissen der Familien in unseren Gemeinden und reagiert auf gesellschaftliche Entwicklungen.
Wir engagieren uns in familien- und gesellschaftspolitischen Fragen in unserer Gemeinde. Insbesonders ergreifen wir Partei für Benachteiligte.
Wir achten andere Religionen und Kulturen.
Als Kirchengemeinde tragen wir Verantwortung für die Einrichtungen. Durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen sorgen wir für den Erhalt und die Weiterentwicklungen der Einrichtungen.
In unserer Verantwortung als Träger treffen wir die Grundsatzentscheidungen.
Als Kirchengemeinden sind wir Anstellungsträger für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir bringen als Dienstgeber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wertschätzung sowie Anerkennung entgegen und stehen loyal zu ihnen. Um eine gute Zusammenarbeit zu erreichen, haben wir die Kompetenzen klar aufgeteilt und führen regelmäßige Gespräche.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Tageseinrichtungen
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind qualifizierte Fachkräfte. Sie übernehmen Verantwortung in ihrer Arbeit.
Wir unterstützen eine Form der Teamarbeit, die von Toleranz, Offenheit und Wertschätzung geprägt ist.
Bei der Weiterentwicklung ihrer Arbeit berücksichtigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesellschaftliche Veränderungen, entwicklungspsychologische Erkenntnisse und Rückmeldungen von Eltern und Kindern.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich mit dem kirchlichen Auftrag auseinander und sind bereit, die vier Grunddienste der Gemeinde in ihrer Arbeit zusammen mit der Gemeinde zu verwirklichen.
3
Die Leitung unserer Tageseinrichtungen
Die Leiterin repräsentiert die Tageseinrichtung für Kinder.
Sie vertritt die Pädagogik nach außen und ist verantwortlich für die Darstellung der Einrichtung in der Öffentlichkeit. Die Leiterin pflegt den Kontakt und die Kooperation mit anderen Institutionen, in der Pfarrgemeinde, im Stadtteil und der Stadt.
In der Zusammenarbeit von Träger, Leitung und Erzieherinnen und Erziehern praktizieren wir das Prinzip der Subsidiarität, d.h. wir unterstützen ein höchstmögliches Maß an Eigenverantwortlichkeit.
Bildrechte von oben nach unten:
Kinderaugen (Agnieszka Zieba)
Kindergesicht (Marti Timple)
Junge (Yuriy Poznukhov)
Hand (Lori Martin)
alle: FOTOLIA







