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Geschichte der Sankt Gebhard-Kirche

 
Liebe Besucher,
die Kirche St. Gebhard in Konstanz feierte im Jahr 2005 ihren 75. Geburtstag. Damit gehört sie sicherlich zu den jüngeren Kirchen unseres Erzbistums. Sie hat als einzige Kirche der Erzdiözese Freiburg den heiligen Bischof Gebhard als Kirchenpatron. Dieser bedeutende Heilige hat durch die Stiftung des Klosters Petershausen dem gleichnamigen rechtsrheinischen Stadtteil bis heute den Namen gegeben.
An zentraler Stelle in Konstanz-Petershausen gelegen, lädt die Gebhardskirche mit ihrem markanten Turm und dem wunderschönen Glockengeläute, das anlässlich der Geburtstagsfeier durch eine fünfte Josefsglocke ergänzt wurde, nicht nur zu den verschiedenen Gottesdiensten ein, sondern auch zu einer kurzen oder längeren Unterbrechung im Alltag. Der große, helle und modern wirkende Innenraum der Kirche vermittelt unwillkürlich eine sakrale Atmosphäre. Hier besteht eine willkommene Gelegenheit, den Alltag hinter sich zu lassen, innezuhalten, tief durchzuatmen und einige Augenblicke im Gebet zu verweilen. Regelmäßig werden hier auch Beichtzeiten und stille eucharistische Anbetung angeboten.
In stilvoller und stimmiger Weise gibt die Gebhardskirche ein Zeugnis vom Glauben der Christen an Jesus Christus, von seinem Tod und seiner Auferstehung und vom Ewigen Leben bei Gott, dem „himmlischen Jerusalem". Alle Symbolik verweist auf eine dahinter liegende Lebenswirklichkeit der Menschen. Gleichzeitig möchte unsere Kirche ihre Besucher aber auch einladen, die lebendigen Gottesdienste der Gebhardsgemeinde mitzufeiern.
Ihr Pfarrer Dr. Andreas Rudiger
 
  

Zur Verbundenheit mit der lebendigen Kirche, der Pfarrgemeinde, wurde anlässlich des Jubiläums auch ein Kirchenführer erstellt, den Sie im Pfarrbüro oder am Schriftenstand in der Kirche für 3 Euro erwerben können.

  Hier finden Sie Auszüge der Texte aus dem Kirchenführer:
   - St. Gebhard und Kloster Petershausen
   - Petershausen nach der Aufhebung des Klosters
   - Die Pfarrkirche St. Gebhard
   - Die Ausstattung
   - Die Glocken in Sankt Gebhard  
   
 
Geschichte
Nachdem das Kloster Petershausen geschlossen wurde, war Petershausen jahrzehntelang ohne Pfarrei.
Als 1870 die Bevölkerung zunahm, wurde eine Seelsorgeeinrichtung notwendig. Ab August 1909 hielt man die Gottesdienste teilweise im Singsaal der neuen Volksschule, der heutigen Gebhards- und Theodor-Heuss-Schule, teilweise im Kapitelsaal des Konstanzer Münsters.
Die ersten Schritte zum Bau einer neuen Kirche waren mit den Kirchen- und Baufonds 1905 getan worden. Der zweite Schritt war es, einen selbstständigen Seelsorgebezirk aufzubauen, die „Kuratie Petershausen". Karl Börsig, der am 18.11.1909 die Gemeinde übernahm, verdanken wir die Einrichtung der Pfarrei und den Bau der heutigen Sankt Gebhardskirche. 1916 wurde das Gelände gegenüber der Volksschule erworben. Baurat Jeblinger vom Erzbischöflichen Bauamt Freiburg entwarf eine Kirche im Neobarockstil mit einem 65 Meter hohen Turm und einer Gesamtlänge von 68 Metern. Diese Kirche wäre ohne jeden Zweifel eine Bereicherung des Stadtbildes geworden. Doch wegen des Ersten Weltkrieges konnten die Pläne nicht ausgeführt werden. Weil die Volksschule in den Kriegsjahren ein Lazarett war, beschloss Baurat Hitzel eine Notkirche zu bauen, die 1915/16 auf dem Gelände, wo sich heute das Telekomhochhaus befindet, errichtet wurde. Die Notkirche wurde 1936 abgebaut und zum Bau der Susokirche wieder verwendet. Wegen der Inflation konnte man die Pläne der neobarocken Kirche nicht verwirklichen. Am 24. Mai 1921 wurde die Sankt Gebhardspfarrei gegründet. Im Jahre 1926 wurde das Pfarrhaus im Barockstil gebaut, wie es geplant war. Die Kirche wurde drei Jahre später nach den Plänen von Oberbaurat Graf aus Freiburg gebaut. Anstatt der Neobarockkirche entstand eine einfache, im Stil absolut sachliche und zweckgemäße Kirche.
Innerhalb von nur sechs Monaten wurde der Rohbau fertiggestellt und ein Jahr später, am 9. November 1930, konnte Erzbischof Karl Fritz die Kirche weihen. Die Kirche wurde im Jahre 1961 außen saniert, 1970 innen umgebaut, 1989 innen saniert, und 2000/2001 wurde der Turm saniert.   Thomas Vogel
 
Die Grundsteinlegung
 
Zum 75. jährigen Jubiläum der Gebhardskirche im Jahr 2005 wurde der Taufbrunnen neu gestaltet.
In der Karwoche 2007 wurde der Kerzenständer für die Karmetten neu gestaltet, Bilder finden Sie hier
 
Patrozinium: Sankt Gebhard (Festtag am 27. August)
 
Pfarrer der Pfarrei Sankt Gebhard:
Karl Börsig   1909-21 Kurat, 1921-33 Pfarrer
Hermann Steiert   1933-50 Pfarrer
Hubert Ganner   1950-71 Pfarrer
Hans Joachim Nicol   1971-80 Pfarrer
Franz Schwörer   1980-98 Pfarrer
Thomas Hafner   1998-99 Kaplan
Norbert Schäffauer   1998-99 Dekan, Pfarradministrator
Peter Eisner   1999-2001 Pfarrer
Monsignore Emanuel Frey   2001-02 Pfarradministrator
Dr. Andreas Rudiger   seit 2002 Pfarrer