Geschichte der Suso-Kirche
Chronik der Pfarrei Sankt Suso 1938 bis heute
Konstanz zur Zeit des seligen Heinrich Seuse
Die erste Kirche von Sankt Suso wurde am 6. Februar 1938 eingeweiht. Sie war aus dem Material der Notkirche von Sankt Gebhard errichtet worden, die nach dem Bau der jetzigen Gebhardskirche 1928/30 überflüssig geworden war und etwa dort stand, wo sich heute Post und Fernmeldehochhaus befinden.

Alte Suso-Kirche 1938 bis 1975
Im März 1974 wurde nach Plänen des Erzbischöflichen Bauamtes Konstanz unter Leitung von Baudirektor Johannes Büchner in Zusammenarbeit mit Baudirektor i. R. Max Schätzle mit dem Bau der neuen Kirche und des Gemeindezentrums begonnen. Die Übergabe an die Gemeinde erfolgte im Oktober 1975. Die feierliche Weihe der neuen Suso-Kirche nahm Weihbischof Karl Gnädinger am 25. Januar 1976 vor.
Wurden historische Kirchen meist mit langem, schmalen Grundriss und klarer Trennung von Chor und Schiff erbaut, so ist die Suso-Kirche ein gutes Beispiel für nachkonziliaren Kirchenbau. Die Gemeinde schart sich um den Altar als Mittelpunkt, den Tabernakel als Ort der sakramentalen Gegenwart Christi und den Ambo als Ort der Verkündung. Sie ist hineingenommen in das liturgische Geschehen und zur aktiven Mitwirkung am Gottesdienst eingeladen. Dadurch ergab sich ein unsymmetrischer, jedoch auf das Zentrum ausgerichteter Grundriss. Das Dach in Form eines Zeltes will den Menschen Geborgenheit vermitteln. Tageslicht erhält die Altarinsel besonders durch das große Oberlicht, an den Seitenwänden sind Fensterbänder angebracht.

Neue Suso-Kirche (Foto von 1981)
Da der Kirchenraum mit den weiß verputzten Seitenwänden und der holzverschalten Decke farblich zurückhaltend gestaltet ist, wird der Blick des Betrachters unweigerlich auf den Tabernakel gelenkt mit seinen Türen aus rotem und gelbem Email. Darauf ist aus schwarzem Metall das Symbol der Lebensspirale angebracht. Sie verdeutlicht, dass alles Leben von Christus ausgeht und alles zu ihm zurückkehrt. Über dem aus grauem Stein gehauenen quadratischen Altar hängt ein einfaches Kreuz aus Stahl mit einem geschmiedeten Korpus. Das Zentrum des Kreuzes umkränzen zwei Halbscheiben aus Email, die mit den Farben rot und gelb das Motiv des Tabernakels wieder aufnehmen. Auf der Empore über dem Eingangsbereich fügt sich der Prospekt der Orgel gut in den Raum ein. Die Orgel mit 23 klingenden Registern stammt zu großen Teilen aus der alten Kirche.
Im Januar 2006 wurde ein von dem Osnabrücker Künstler Walter Mellmann entworfener Kreuzweg aus Bronze angebracht. Er zeigt in 15 Stationen den Leidensweg Christi und endet mit der Auferstehung.
Günther Rau





