logo obv 2011 film

Unsere Termine

Letzter Monat Februar 2012 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 5 1 2 3 4 5
week 6 6 7 8 9 10 11 12
week 7 13 14 15 16 17 18 19
week 8 20 21 22 23 24 25 26
week 9 27 28 29
logo1000plus
logoerzdioezese
logohlstuhl

Chronik der Pfarrei Sankt Suso 1940 bis 1949


1940

Das Patrozinium im März darf die Gemeinde mit P. Rektor Sebastian Schweiger von den Pallotinern feiern. Die Flurprozession wird von den Behörden wegen angeblicher Fliegergefahr verboten. Der Schülergottesdienst muss vorverlegt werden, damit die Schüler genügend Zeit haben, in die Stephans- und Wallgutschule in der Altstadt zu gelangen, da die Petershauser Schule geräumt und statt dessen ein Lazarett eingerichtet worden war.


Alte Suso-Kirche von Nordosten 
Alte Suso-Kirche von Nordosten 

1941
Im Februar erhält die Gemeinde von dem Konstanzer Bildhauer Paul Diesch (1884-1953) geschaffene Krippenfiguren.
1942/1943

Die vielen hl. Messen für gefallene Soldaten, oft mehrere pro Woche, zeigen, dass der Krieg seine Opfer auch aus der Gemeinde St. Suso fordert.

1945

Die Feier des Patroziniums im Februar wird durch Fliegeralarm unterbrochen und am Abend ungestört nachgeholt.
Im April zeichnet sich das rasche Ende des Krieges ab. Mit den Glocken darf nicht mehr geläutet werden, außer bei Panzer- oder Feindalarm. Die französischen Truppen sind schon sehr nahe an den Bodensee herangerückt. Nach einem Fliegeralarm am 25. April flüchten die Bewohner aus den Häusern um die Suso-Kirche mit Gepäck in den Wald. Am 26. April hört man bereits von feme Geschützdonner. In der Stadt laufen widersprechende Gerüchte um, ob die Stadt verteidigt wird oder nicht, und vor den Geschäften bilden sich lange Schlangen.
Zwischen 14 und 15 Uhr marschieren französische Truppen mit Panzern über die Fürstenberg- und Hindenburgstraße (heute Bücklestraße) in die Stadt ein und besetzen sie kampflos. Mit sichtlicher Erleichterung vermerkt Kurat Ainser im Verkündbuch: »Es (Konstanz) ist durch diese Jahre hindurchgekommen ohne Fliegerangriff und nun auch ohne Kampf. Gottes und der Gottesmutter Schutz bewahrte uns vor der Zerstörung der Stadt. Möge er uns auch in der kommenden Zeit nicht fehlen.«

1946

Lagen die Kirchenbesucherzahlen während des Krieges bei 600 Personen, so steigen sie in den Jahren 1946 und 1947 auf 800.

1947

Das Fronleichnamsfest wird mit einer großen Prozession durch Taborweg, Sonnentauweg und Rosmarienheideweg, Hindenburgstraße, Austraße und durch den Taborweg zurück zur Kirche begangen. »Vom Münster hatten wir die kleine Monstranz und von St. Gebhard den Baldachin leihweise«, schreibt Kurat Ainser. Dies zeigt, daß die Gemeinde auch fast zehn Jahre nach Gründung noch sehr bescheiden ausgestattet war.

1948

Dem Patrozinium im Februar mit Festpredigt von Präfekt Dr. Albert Füssinger (1913-1996) vom Konradihaus folgt im März eine Religiöse Woche mit Pallotinerpater Franz Volk.

1949

Am Suso-Patrozinium predigt Religionslehrer Josef Hall.
Nach einer von mehreren Männern durchgeführten mehrmonatigen Sammlung, der sog. »Glockenaktion«, können im Juni bei der Firma Grüninger/Villingen (Werk Neu-Ulm) drei Glocken bestellt werden. Am Samstag, den 3. Dezember, ist die feierliche Überführung der geschmückten Glocken vom Pfarrhaus zur Kirche, wo sie von der männlichen Jugend in die Kirche getragen und an einem provisorischen Glockenstuhl im Chor aufgehängt werden. Das levitierte Hochamt am Sonntag feiert Kurat Ainser mit Cooperator Ernst Fehringer (1913-1994) von St. Gebhard und Salesianerpater Sebastian Schweiger. Am Abend weiht Rektor Erwin Hogg (1906-1970) vom Konradihaus, assistiert von Pfarrer Berthold Schmidt (Wollmatingen) und Ivo Dold (1909-1966) aus St. Georg/Allmannsdorf, die Glocken auf den Namen des sel. Heinrich Suso, der Gottesmutter Maria und des Hl. Josef. Die Inschriften lauten: »Sel. Heinrich Suso von Konstanz, bitte für uns« (Ton d", Gewicht 160 kg), »Maria mit dem Kinde lieb« (Ton f", Gewicht 90 kg), »St. Josef alle Zeiten steh hilfreich uns zur Seiten« (Ton g", Gewicht 65 kg). Anschließend trifft sich die Gemeinde St. Suso zu ihrem ersten Pfarrabend im Saal des inzwischen abgebrochenen Gasthauses »Schauinsland« (alte Wollmatinger Straße, heute Am Briel).


1938-1939  /  1950-1954