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Chronik der Pfarrei Sankt Suso 1950 bis 1954


1950
Im März nehmen fast 50 Prozent der Katholiken von St. Suso an den von den Franziskanernpatres Karl Huber und Honorius Liebhart gehaltenen Missionswochen für Kinder und Erwachsene teil.
Nach Renovation des Turmes im Mai zeigt eine von der Firma Philipp Hörz (Ulm) gelieferte neue Uhr den "Haidelmöslern" optisch und akustisch die Zeit an. Die vier Zifferblätter der durch einen großen Zuschuss der Stadt und durch Spenden finanzierten Turmuhr stammen von der Konstanzer Firma Hermann Martin.
1951

Im April werden folgende Personen in den Stiftungsrat gewählt: Josef Brunner sen., Josef Widmer, Josef Stoffel, Johann Weiß, Heinrich Effertz und August Friedrich. Ersatzmitglieder: Paul Döpfner, Josef Glatz, Josef Bühler.
Am 1. Mai spendet Weihbischof Wilhelm Burger (1880-1952) in St. Gebhard auch den Kindern von St. Suso das Sakrament der Firmung.
Anfang November kann mit dem Bau eines Pfarrhauses im Garten neben der Kirche begonnen werden.

1952

Für Fronleichnam wird ein neuer, für viele Jahre geltender Prozessionsweg ausgewählt. Er führt über den Taborweg durch den Ostteil der Austraße und die Schneckenburgstraße zum Friedhofsportal, von dort über den Riesenbergweg und den Alten Bannweg zurück zur Kirche.
Im August kann Kurat Ainser in das neue Pfarrhaus neben der Kirche umziehen.
Im alten Pfarrhaus in der Wollmatinger Straße 74 wird eine Schwesternstation eingerichtet, in die zuerst Krankenschwestern einziehen. Zugleich wird der Bau eines Kindergartens angekündigt.

1953

Im April trifft die neue Monstranz ein, für die ein Jahr lang gesammelt wurde.
Im Mai findet in der vollbesetzten Suso-Kirche die Krönung der Fatima-Statue statt. Die Krone wurde von Goldschmiedemeister Nikolaus Epp von der Reichenau geschaffen.

Suso-Kindergarten und Schwesternwohnung

Kindergarten St. Suso und Schwesterwohnung

1954

Zugleich mit dem Patrozinium am 14. März feiert Kurat Ainser sein 25jähriges Priesterjubiläum. Die Festpredigt hält Dekan und Münsterpfarrer Karl Gnädinger (1905-1995), der spätere Weihbischof.
Am 26. März wird mit dem Bau des Kindergartens begonnen. Während die Gesamtkirchengemeinde die Baukosten übernimmt, muß die Kuratie für die Einrichtung sorgen. Bereits am 20. Mai ist Richtfest. Die Bemühungen von Kurat Ainser um die Errichtung eines Kindergartens reichen bis in die Jahre 1945/46 zurück. Im Gespräch war zunächst ein Nebengebäude des Ergatshauser Hofes an der Wollmatinger Straße, dann das ehemalige Schützenhaus am Taborweg. Dieses Gebäude, das nicht in Frage kam, weil es langfristig an den Kunsttöpfer Karl Hug verpachtet war, wurde 1961/62 abgebrochen und das Gelände mit Wohnhäusern und einem Lebensmittelmarkt überbaut.
Im August hält Bruder Erasmus Schelle von den Marianhiller Missionaren einen Lichtbildervortrag über die Missionen in Südafrika. Er ist in der seit 1938 zu St. Suso gehörenden Steinhartstraße aufgewachsen und war nach 25 Jahren in Afrika zum ersten Mal wieder in die Heimat zurückgekehrt.
Am Sonnentauweg entsteht die Haidelmoosschule mit zunächst vier Klassenräumen. Der weitere Ausbau um vier bzw. zehn Räume erfolgt dann in den Jahren 1959 und 1966/67.
Im Herbst ziehen die Schwestern von der Wollmatinger Straße zusammen mit einer neu vom Kloster Hegne gekommenen Kinderschwester in die mit dem Kindergarten erstellte Schwesternwohnung ein.
Am 14. November weiht Münsterpfarrer Karl Gnädinger (1905-1995) den neuen Kindergarten unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Zehn Tage später ziehen die ersten Kinder in ihr neues Haus ein.
Am 23. November spendet der vor einem halben Jahr ernannte neue Erzbischof Eugen Seiterich (1903-1958) in St. Suso das Sakrament der Firmung.


1940-1949 / 1955-1959