Chronik der Pfarrei Sankt Suso 1955 bis 1959
1955
Beim Patrozinium berichtet P. Schnez von den Weißen Vätern in einem Lichtbildervortrag über die Mission in Afrika.
Die wachsende Zahl von Kirchenbesuchern macht am Sonntag drei Gottesdienste notwendig (7.00, 9.00 und 10.30 Uhr).
Durch die Schaffung der neuen Bruder-Klaus-Pfarrei kommt das Gebiet südlich der Bahnlinie mit der Weiherhofstraße (heute Max-Stromeyer-Straße), der Reichenau-, Rundberg-, Stromeyersdorf-, Schneckenburg- und Hindenburgstraße nach fast 18jähriger Zugehörigkeit zu St. Suso zur neuen Pfarrei. Zum 1. Dezember ist Pfarrer Adalbert Schnatterer (1913-1990) der neuen Pfarrei zugewiesen worden.

Chorraum der alten Suso-Kirche
1956
Am 22. Januar sind für die neue Bruder-Klaus-Pfarrei die Stiftungsräte zu wählen. Wahlberechtigt sind alle männlichen Personen, die 21 Jahre alt und auf dem Gebiet der neuen Kuratie wohnhaft sind. Etwas enttäuscht vermerkt Kurat Ainser, daß nur zwei Wähler gekommen sind.
Am 18. März wird die Bruder-Klaus-Kirche an der Markgrafenstraße benediziert und am 23. September von Weihbischof Hermann Schäufele (1906-1977), dem späteren Erzbischof, konsekriert.
1957
An Ostern beginnt Alfons Lehle seine Tätigkeit als Leiter des Kirchenchores.
Zum 1. April erhebt Erzbischof Eugen Seiterich (1903-1958) die Kuratie St. Suso zur selbständigen Pfarrei und läßt die Pfarrerstelle ausschreiben.
Am Monatsende kommt die gute Nachricht, daß die Pfarrei ihrem bisherigen Seelsorger Albert Ainser anvertraut werden soll. Am 5. Mai nimmt Dekan Karl Gnädinger die feierliche Amtseinführung vor.
Bei der Stiftungsratswahl am 12. Mai werden folgende Männer gewählt: Josef Widmer, Josef Brunner sen., Johann Weiß, Heinrich Effertz, Josef Stoffel, Josef Bühler. Ersatzmitglieder: Josef Glatz, Hans Forster und Edwin Gräble.
Die Firmung ist in diesem Jahr zusammen mit den dortigen Kindern in St. Martin Wollmatingen.
1958
Pfarrer Ainser ruft zur ersten Sammlung für eine neue Orgel auf.
Im Mai ist ein Pontifikalamt mit Missionsbischof Johannes Fryns aus Belgisch-Kongo, der tags darauf einen Missionsabend im Rio-Kino in der Fürstenbergstraße veranstaltet.
Im Oktober wird die neue Borromäus-Bibliothek im Pfarrhauskeller nach langer Aufbauzeit eröffnet. Bereits Ende 1953 ist die Errichtung beschlossen worden. War sie anfangs für eine Stunde am Donnerstagabend geöffnet, so steht sie ab Februar 1959 ihren Lesern nach den beiden letzten Sonntagsgottesdiensten zur Verfügung.
Im November wird eine Religiöse Woche mit P. Johannes Hoffmann von der Missionsgesellschaft zum Hl. Geist angeboten.
Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit erhält die Kirche im Dezember erstmals eine Heizung.
1959
Das Patrozinium des sel. Heinrich Suso darf die Pfarrei mit Spiritual Gustav Heckle vom Kloster Hegne feiern.




