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Chronik der Pfarrei Sankt Suso 1960 bis 1964

 

1961

Im Mai beginnt Schwester Clementia Rau von den Benediktinerinnen der Hl. Lioba ihren Dienst als Gemeindereferentin. Zu ihren vielen Aufgaben gehören die Betreuung des Pfarrbüros, die Erteilung von Religions-, Kommunion- und Firmunterricht, die Jugendarbeit und vieles mehr. Ihre Vorgängerinnen waren Schwester Xaveria (1957), Schwester Maria Consilia (1958) und Schwester Magna (1959-1961), die zwei bis drei Tage pro Woche in der Pfarrei St. Suso arbeiteten.
Am 22. September spendet Weihbischof Karl Gnädinger (1905-1995) in St. Suso das Sakrament der Firmung.
Mitte November übernimmt Pfarrer Ainser die Pfarrei von Überlingen am Ried.
Der Erzbischof ernennt Pfarrverweser Otto Fügle aus Bermatingen zum neuen Pfarrer von St. Suso. Seine Amtseinführung ist am 3. Dezember.


Pfarrer Otto Fügle  
Von 1961 bis 1974
Pfarrer in St. Suso
 

Pfarrer Otto Fügle

 

1962

Im Zusammenhang mit einer Gebietsmission gründet Pfarrer Fügle das Wohnviertelapostolat, das bis heute besteht und an Bedeutung noch gewonnen hat. Zahlreiche Frauen der Gemeinde betreuen einzelne Straßen, meist in ihrer Nachbarschaft, und sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Pfarrgemeinde und Wohnviertel. Zu Neuzugezogenen stellen sie oft den ersten Kontakt her.
Im Mai schließt die Pfarrbücherei wegen Neueinrichtung bis zum November.
Der Knabenchor des Buxheimer Salesianer-Kollegs ist zu Besuch und singt eine Palaestrina-Messe. Am Nachmittag ist die Gemeinde zu einem Märchenspiel im Saal des Gasthauses »Schauinsland« eingeladen. Da sich der Kellerraum im Pfarrsaal nur für kleine Veranstaltungen eignet, finden in Ermangelung eines Gemeindesaales die jährlich ein- bis zweimal angebotenen Eltern- und Gemeindeabende der Jugend oder die Altennachmittage in den Sälen der Gasthäuser »Rössle« und »Linde« in Wollmatingen oder anfangs im Saal des später abgebrochenen Gasthauses »Schauinsland« statt.
Die Ferienlager der Buben und Mädchen sind beide in Jakobsbad AI.
Am Abend des Christkönigsfestes (20. Oktober) weiht Dekan Ernst Zeiser die neue Orgel. Sie wurde unter Verwendung von Registern des alten Instrumentes von der Orgelbaufirma Mönch in Überlingen geschaffen. Abgeschlossen wird der Festtag mit einem Gemeindeabend im Gasthaus »Rössle«.
Ende Jahr zählt die Pfarrei 4.050 Katholiken, 730 davon besuchen im Schnitt die Sonntagsgottesdienste.


Fronleichnamsprozession Sankt Suso 1961
Fronleichnam 1961

1963

Zur Vorbereitung auf Ostern ist die Gemeinde zur Teilnahme an einer Religiösen Woche eingeladen. Sie wird von Dominikanerpater Hermenegild Braun aus Augsburg gehalten.
Am 12. Mai werden in den Stiftungsrat gewählt: Josef Brunner sen., Kurt Emele, Edwin Gräble, Georg Kohn, Paul Oehm. Ersatzmitglieder sind: Hans Forster, Gerhard Hoppe, Paul Mayer, Paul Rebholz.
Im Mai ist wieder der Buxheimer Knabenchor zu Gast. Zur Aufführung kommt eine Mozartmesse und abends im »Rössle«-Saal ein Theaterstück.
Die Firmung für die Kinder von St. Suso ist dieses Jahr in der Bruder-Klaus-Kirche.
Vom 8.-21. Juli sind Jugendtage mit Referaten, Diskussionen und geselligen Veranstaltungen.
Die beiden Ferienlager sind in Bargis oberhalb von Flims GR.
Gute Resonanz findet ein weihnachtliches Kirchenkonzert mit Werken von Bach, Händel und Corelli unter Mitwirkung des Kirchenchores, des Orchestervereins Kreuzlingen und der Bläsergruppe des Bodensee-Sinfonieorchesters unter Leitung von Alfons Lehle.

1964

Die Festpredigt am Patrozinium im März hält Pfarrer Theodor Böser (1892-1963) aus Karlsruhe-Neureut.
Am 19. April feiert Pfarrer Otto Fügle sein Silbernes Priesterjubiläum. Die Predigt im Dankamt hält sein Kursgenosse, Domkapitular Julius Schäuble aus Freiburg. Abgeschlossen wird der festliche Tag mit einer Feier im »Rössle«.

Ausflug der Suso-Kommunionkinder 1964
Ausflug der Kommunionkinder mit Pfarrer Otto Fügle 1964


In diesem Jahr tritt die Erneuerung der Liturgie in Kraft, basierend auf der Apostolischen Konstitution »Über die hl. Liturgie«.
Ein weiteres Mal fahren die Buben und Mädchen nach Bargis bei Flims GR in die Sommerferien.
Am 22. September werden sachkundige Frauen und Männer aus allen Gruppierungen in den sog. Pfarrausschuss berufen, ein Beratungsgremium für den Pfarrer und ein Vorläufer des heutigen Pfarrgemeinderates. Es sind dies: Edwin Gräble (Vorsitzender), Josef Brunner sen., Josef Brunner jun., Maximilian Bartosz, Meinrad Becht, Hanspeter Bischler, Ernst Haug, Rudolf Böhler, Paul Oehm, Heinz Röck, Georg Kohn, Gerhard Hoppe, Eugen Allweier, Günther Blessing, Paul Mayer, Richard Wolf, Elisabeth Honold, Elsa Forster, Elisabeth Ollesch, Ella Albrecht, Elisabeth Linse, Alfons Lehle, Anton Hiller sen., Joachim Hipp, Günther Rau, Kurt Emele, Rosemarie Bosch, Hanni Ramsperger, Peter Huber und Fridoline Filser.
Am 25. November kann Mesner Anton Hiller sen. sein 25jähriges Dienstjubiläum feiern.
Im Dezember gestaltet der Kirchenchor eine kirchenmusikalische Andacht mit Werken von Meistern des 16. und 17. Jahrhunderts.


1955-1959
 / 1965-1969