Chronik der Pfarrei Sankt Suso 1965 bis 1969
1965
Pfarrer Fügle ruft die Gemeinde, die jetzt 4.532 Katholiken zählt, zur ersten Sammlung für den Bau eines Gemeindehauses auf (Silberner Sonntag).
Das St.-Suso-Fest darf nach der Liturgieneuordnung erstmals im Sterbemonat des Seligen, also im Januar gefeiert werden. Als Festprediger weilt Pater Theophil Tschipke OP, Domprediger an der Münchner Liebfrauenkirche, in St. Suso.
Bei einem Triduum in der Fastenzeit predigt Pater Friedrich Gegenbauer OP aus Wil (SG).
Am 27. Mai weiht der Erzbischof in Freiburg Helmut Linse durch Handauflegung zum Priester. Die Weihe zum Diakon war am 7. Februar ebenfalls in Freiburg. Die Predigt beim Triduum als Vorbereitung auf die Primiz hält Spiritanerpater Rudolf Schnettler. Am Samstag (29. Mai) ist die Begrüßung des Neupriesters durch die Heimatgemeinde. Helmut Linse stammt aus dem Enzianweg und ist der erste von zwei Priestern aus der Suso-Pfarrei. Am Sonntag erteilt er im Amt den Gläubigen seinen Primizsegen. Ein Pfarrfamilienabend im Gasthaus »Rössle« beschließt den Festtag.
Die beiden Ferienlager sind in diesem Jahr auf dem Stoos im Kanton Schwyz.

Palmsonntag 1966
1966
Vom 19.-23. Januar gedenkt die Pfarrgemeinde des 600. Todestages des sel. Heinrich Suso. Das Triduum und die Festpredigt am Sonntag hält der Münchner Domprediger Theophil Tschipke OP. Zur Jubiläumsfeier am Sonntagabend predigt Dekan Ernst Zeiser (1911-1992). Am Sonntag darauf begeht die Gesamtkirchengemeinde mit einem levitierten Hochamt im Münster und einer Predigt von Dominikanerpater Marcel Birner aus Köln das Jubiläum. Die St.-Suso-Gemeinde bietet eine Fahrt nach Ulm, dem Sterbeort Susos, mit Besuch der dortigen Gedächtnisausstellung an. Im März schließt ein Vortrag von Frau Dr. Maria Brigitte Hilberling (1898-1985) vom Kloster Zoffingen mit dem Thema »Heinrich Suso und die Stadt Konstanz« die Veranstaltungen zur 600-Jahr-Feier ab.
An Fronleichnam will man die bisherige zweimalige Überquerung der stark befahrenen Wollmatinger Straße vermeiden. Ein quadratischer Altar unter einem großen Baldachin auf dem Kirchplatz bildet deshalb den Mittelpunkt, an dem die vier Stationen der Fronleichnamsprozession gehalten werden.
Die Mädchen fahren ein weiteres Mal auf den Stoos SZ ins Lager.
Im Oktober hat Pfarrer Fügle die geistliche Leitung einer Studien- und Pilgerreise nach Lourdes. In diesem Monat verläßt Schwester Irene den Kindergarten. Ihr folgt als Leiterin Schwester Franziska-Maria Wagner nach.

Fronleichnam 1966
1967
Das Triduum zum Suso-Fest hält Pfarrer Heinz Oettinger (1914-1992) aus Espasingen. Bei der Abendfeier am Sonntag ist Dekan Alfons Gmür aus Kreuzlingen in St. Suso zu Gast.
Ein markantes Ereignis in der Geschichte des Kirchenchores ist die Aufführung der »Passion nach dem Evangelisten Markus« von Reinhard Keiser (1674-1739) am Palmsonntag (19. März) zusammen mit dem Orchesterverein Kreuzlingen. Das vielbeachtete musikalische Ereignis in der vollbesetzten Suso-Kirche wird vom Südwestfunk direkt aufgenommen.
Im Sommer fahren die Mädchen nach Silbertal im Montafon ins Ferienlager.
Die im Berchengebiet wohnenden Kinder besuchen ab August den neuen Kindergarten von St. Gallus.
Im September leitet Pfarrer Fügle eine Wallfahrt nach La Salette, Oropa und Turin.
Vom ersten Adventssonntag an ist beim Canon der HI. Messe offiziell die deutsche Sprache erlaubt.
1968
Beim Triduum zur Vorbereitung auf das Suso-Fest am 21. Januar predigt Pfarrer Konrad Amann aus Owingen. Prediger beim Festgottesdienst ist Regens Dr. Albert Füssinger aus St. Peter.
Der Kirchenchor singt die "Missa brevis B-Dur" (KV 275) von Wolfgang Amadeus Mozart.
Ziel des Mädchenlagers ist wieder Silbertal im Montafon.
Immer im Herbst übernimmt Pfarrer Fügle die geistliche Leitung großer Reisen zu bekannten Wallfahrtsorten. Die Ziele sind: Altötting/Mariazell (1968), Rom/ Assisi (1969), Lourdes, Montserrat, Ars und Nevers (1970), Lisieux, Mont St. Michel, Paris (1971), Assisi, Ravenna, Venedig (1972) und nochmals Rom (1973).
Im November erfolgt eine gründliche Aussen- und Innenrenovation der Kirche.
Zu St. Suso gehören am Jahresende 4.812 Katholiken, die höchste Zahl seit Bestehen der Pfarrei bis heute.
1969
Das Triduum und die Festpredigt beim Suso-Fest im Januar hält P. Helmut Schmitt SJ aus Tübingen. Der Kirchenchor führt die "Missa brevis B-Dur" (KV 275) von Wolfgang Amadeus Mozart auf.
Am 26. Januar ist die erste Pfarrgemeinderatswahl. Direkt gewählt werden: Günther Blessing, Josef Albrecht, Edwin Gräble, Ferdinand Brunner, Anton Hiller sen., Josef Brunner jun., Gerhard Hauser, Georg Kohn, Josef Linse, Anton Hiller jun., Elisabeth Honold, Cäcilie Hornstein, Else Forster, Eduard Vogt, Anna Panzer. Hinzugewählt werden: Lucia Berchner, Monika Bühler, Günther Rau, Hermann Rost, Wilhelm Wloczeck. Mitglieder kraft Amtes sind: Pfarrer Otto Fügle, Sr. Clementia, Sr. Meinrada. Der Vorstand: Edwin Gräble (Vorsitzernder), Elisabeth Honold, Else Forster.
Das Bubenlager ist in Bargis ob Flims GR, die Mädchen sind auf dem Sulzberg in Vorarlberg.
Am 15./16. November feiert die Pfarrei in der neuen Turnhalle der Haidelmoosschule ein großes Gemeindefest mit Bazar zugunsten des geplanten Gemeindezentrums.
Dem am 16. November letztmalig separat gewählten Stiftungsrat gehören an: Günther Blessing, Edwin Gräble, Josef Albrecht, Elisabeth Honold, Gerhard Hauser, Ferdinand Brunner, Gerhard Hoppe, Eugen Allweier, Kurt Emele. Ersatzmitglieder sind: Paul Mayer, Ernst Isele, Helmut Wegmann, Lucia Berchner.
Zur Firmung weilt am 26. November Erzbischof Hermann Schäufele (1906-1977) in St. Suso.
Die Pfarreien St. Suso und St. Martin gründen ein gemeinsames Bildungswerk mit Veranstaltungen in der Berchenschule.





