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1. Tag: Weihe unserer Herkunft

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Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geis­tes. Amen.


Gebet: „Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein, besuch das Herz der Kinder dein. Die deine Macht erschaffen hat, erfülle nun mit deiner Gnad!“

Glaubensbekenntnis:


Schriftlesung: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoff­nung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist. Gottes Macht behü­tet euch durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt, das am Ende der Zeit offenbart werden soll.“ (1 Petr 1, 3-5)Gedanke eines Heiligen: „Gott hat die Welt groß genug geschaffen, er wünscht, dass alle Menschenkinder das Licht der Welt erblicken dürfen. Aber unsere Herzen sind nicht groß genug, um jedes Leben zu wollen und anzunehmen.“ (sel. Mutter Teresa)Betrachtung: Ich habe mein Volk, meine Rasse, meine Hautfarbe, meine Nation, meine Familie nicht selbst gewählt. Die Bibel sagt im Buch Deu­teronomium: „Gott hat die Gebiete der Völker festgelegt“ (Dtn 32, 8) und bei Jeremia: „Alle Völker sind in ihm gesegnet.“ (Jer 4, 2) In Matthäus 1, 1-17 sehen wir, dass Jesus in der Folge eines ganzen Stammbaumes, der die Geschichte eines Volkes schildert, in die Welt gekommen ist, um alle diese Generationen zu erlösen. Indem ich Gott meine Herkunft und meine familiären Wurzeln weihe, trete ich in diese Erlösung ein; ich erlaube ihm somit, auch meine Vor­fahren zu segnen. So kann ich in einer neuen Freiheit „ja“ sagen, meine Vorfahren annehmen und Gott danken für die Familie, in der ich gebo­ren bin. Ich danke ihm für meinen Vater und für meine Mutter, die mir das Leben geschenkt haben.Gedanken von Papst Johannes Paul II.: Durch die Erziehung in eurer Familie nehmt ihr an einer bestimmten Kultur und auch an der Geschichte eures Volkes oder eurer Nation teil. […] Dieses Erbe stellt zugleich eine moralische Aufgabe dar. Indem ihr den Glauben über­nehmt und die Werte und Inhalte erbt, die zusammen die Kultur eurer Gesellschaft, die Geschichte eurer Nation bilden, wird jeder von euch in seinem individuellen Menschsein geistig ausgestattet. Es bietet sich hier das Gleichnis von den Talenten an, die wir vom Schöpfer auf dem Weg über unsere Eltern und Familien, sowie über die nationale Gemeinschaft, der wir angehören, empfangen. Vor diesem Erbe können wir nicht in einer passiven oder sogar ablehnenden Haltung verharren, wie es der letzte jener Arbeiter gemacht hat, die im Gleichnis von den Talenten genannt werden. Wir müssen alles tun, was wir können, um dieses geis­tige Erbe aufzunehmen und zu bestätigen, es zu erhalten und zu fördern. Diese Aufgabe ist wichtig für alle Gesellschaften, besonders aber wohl für jene, die sich am Anfang ihrer autonomen Existenz befinden, oder auch für jene, die diese Existenz und ihre wesentliche nationale Identität vor der Gefahr äußerer Zerstörung oder innerer Auflösung verteidigen müssen. (Apostolisches Schreiben Dilecti Amici, Nr. 11, 1985)Vertiefung: Für Deine zukünftige Lebensgeschichte ist es gut, Gott Deine Vergangenheit zu übergeben, alle Begebenheiten, die dazu beigetra­gen haben, dass du heute die Person bist, die Du bist (alle positiven Erfahrungen, die Freuden, die Leiden und Schwierigkeiten, Deine Famili­engeschichte). Nimm Dir eine Zeit der Stille und schreibe auf, was Du Gott übergeben willst, damit Du frei wirst, und mit Vertrauen in die Zukunft schauen kannst.Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:Weihegebet: Maria, Du bist die Mutter Jesu, die Mutter Gottes! Ich danke Dir, dass Du auch meine Mutter bist; denn Jesus hat Dich mir als Mutter geschenkt, als er sagte: „Siehe deine Mutter!“ (Joh 19, 27). Ich weiß, dass Du mich kennst und mich liebst. Ich vertraue mich dir jetzt ganz an, und ich weiß, ich brauche keine Angst zu haben, sondern ich kann Dir in allem vertrauen! Ich weihe Dir auch meine Herkunft, ich weihe Dir mei­nen Vater und meine Mutter, meine Vorfahren, mein Volk und mein Land. Mit Dir glaube ich, dass Gott mich erwählt hat und dass Er mich unendlich liebt mit meiner ganzen Geschichte (Vergangenheit, Gegen­wart und Zukunft). Mit Dir danke ich für den Erlösungsplan, der Er für mich, für meine Familie und für mein Volk hat. Amen.


Abschluss: Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen.


Einführung - 2. Tag