3. Tag: Weihe meines Leibes
Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Gebet: „Heiliger Geist, du Atem Gottes, du Feuer, umarme mich, verzehre mich! Sei du die Flamme, die in der Nacht am stärksten leuchtet. Sei du der Fluss lebendigen Wassers, der das Leben hervorbringt. Sei du in meinem zerschundenen Leib ein Balsam, der heilt! Sei du ein Lobpreis, der aus meinem Leib hervorbricht.“ (Sr. Aurélie)
Glaubensbekenntnis:
Schriftlesung: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst, denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!“ (1 Kor 6, 19-20)
Gedanke eines Heiligen: „Der hl. Augustinus sagt, dass Maria in der Tat die lebendige „Gussform Gottes“ ist, das heißt, dass in ihr Gott Mensch wurde und seiner Natur nach geformt worden ist, ohne dass ihm irgendein Zug der Gottheit fehlt. In ihr allein kann der Mensch zur göttlichen Natur geformt werden, so weit die menschliche Natur dazu fähig ist, durch die Gnade Jesu Christi.“ (hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)
Betrachtung: Sehr selten hat man auf Anhieb eine richtige Beziehung zu seinem Leib. Wir tun uns oft schwer damit, uns in unserem Leib wohl zu fühlen, den Gott uns gegeben hat. Oft träumen wir davon, einen anderen Leib zu haben, weil wir uns mit den Schönheitsidolen unserer Zeit vergleichen. Wir können uns fragen: Welchem Schönheitsideal laufe ich nach? Ich bin dazu geschaffen, Gott ähnlich zu sein, um ein Tempel des Heiligen Geistes zu sein, wie der heilige Paulus im 1. Korintherbrief sagt, also um die Schönheit Gottes wiederzuspiegeln. (vgl. 1 Kor 6, 9)
Wie oft kritisieren wir unseren Leib und achten ihn nicht in seinen grundlegenden Bedürfnissen (Schlaf, gesunde Ernährung, Lebenshygiene). Damit achten wir auch Gott nicht, der diesen Leib geschaffen hat, der doch ausdrückt, wer wir sind und was wir leben. Durch unseren Leib treten wir in Kontakt mit anderen Menschen, er ist das Mittel der Kommunikation zwischen unserem tiefsten Inneren und unserer Umgebung. Mit der Weihe meines Leibes an Gott durch die Fürsprache von Maria wird mein Leib zu meinem Verbündeten in meinem Kampf für das Leben und für die Liebe.Gedanken von Papst Johannes Paul II.: Ich bin überzeugt, dass ihr aus dieser kraftlosen Atmosphäre herauskommen wollt und den Sinn einer wahrhaft menschlichen Existenz, die zu Gott hin geöffnet ist, vertiefen und neu entdecken wollt, d.h. dass ihr eure Berufung als Mensch in Christus entdeckt.
Das menschliche Wesen ist ein leibliches Wesen. Diese einfache Tatsache hat viele Konsequenzen, so materiell er auch ist, ist doch der Leib nicht ein Gegenstand unter anderen Gegenständen. Er ist zuerst einmal „jemand“, in dem Sinn, dass er die Lebensäußerung einer Person ist, ein Mittel, anderen gegenwärtig zu sein, ein Mittel der Verständigung, ein Mittel, sich auf viele verschiedene Weisen auszudrücken. Der Leib ist wie eine Sprache. Was für ein Wunder und was für eine Gefahr gleichzeitig! Ihr jungen Männer und ihr jungen Frauen, habt großen Respekt vor eurem Leib und vor dem Leib der anderen. Euer Leib soll im Dienst eures tiefen Ichs sein! Eure Bewegungen, euer Blick soll immer der Widerschein eurer Seele sein! Anbetung des Leibes? Nein, niemals! Verachtung des Leibes? Auch nicht. Beherrschung des Leibes! Ja! Verklärung des Leibes! Ja! Und noch mehr! (Parc des Princes, 15.06.1980)
Vertiefung: Du kannst nachdenken über deinen Umgang mit deinem Leib und überlegen, was zu ändern wäre, um diesen „Tempel Gottes“ mehr zu achten. Bitte Maria, dich zu inspirieren, womit du heute deinem Leib Gutes tun könntest, um so seinen Wert besser zu achten (z.B. Wie werde ich mich kleiden? Wie steht es mit schlechten Angewohnheiten, z.B. rauchen, trinken, ungesund essen?)
Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:
Weihegebet: Mit Dir, Maria, will ich heute Gott besonders für meinen Leib danken, der ein Wunder ist, wie es der Psalmist sagt: „Ich danke dir, dass Du mich so wunderbar gestaltet hast! Ich weiß: staunenswert sind Deine Werke!“ (Ps 139)Maria, mit dir will ich heute meinen Leib annehmen so wie er ist, mit seiner Schönheit und seiner Kraft, aber auch mit seinen Schwächen, Benachteiligungen und Fehlern, denn ich glaube, dass Gott etwas Gutes bewirken kann mit all dem was mein Sein ausmacht. In deine Mutterhände lege ich meinen Leib, damit deine mütterliche Liebe daraus ein Abbild meiner Seele machen kann, einen Tempel des Heiligen Geistes und dass ich auf diese Weise die Liebe und Güte Gottes sichtbar wird.
Abschluss:






