4. Tag: Weihe meiner sexuellen Identität
Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Gebet: „Der du der Tröster wirst genannt, vom höchsten Gott ein Gnadenpfand, du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut, der Seele Salbung höchstes Gut. Zünd’ an in uns des Lichtes Schein, gieß Liebe in die Herzen ein, stärk unsres Leibs Gebrechlichkeit mit deiner Kraft zu jeder Zeit.“ (Aus dem Hymnus: „Komm Schöpfer Geist“)
Glaubensbekenntnis:
Schriftlesung: „Am Tag, da Gott den Menschen erschuf, machte er ihn Gott ähnlich. Als Mann und Frau erschuf er sich, er segnete sie und nannte sie Mensch an dem Tag, da sie erschaffen wurden.“ (Gen 5, 1-2)
Gedanke eines Heiligen: „Das menschliche Wesen ist dazu berufen, der Retter der ganzen Schöpfung zu sein. Er kann es, wenn er selber befreit ist.“ (sel. Edith Stein)
Betrachtung: „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ (Gen 1, 27)Der Plan Gottes für den Menschen, der die Krone Seiner Schöpfung ist, ist die Vereinigung des Menschen mit Gott. Die Ergänzung von Mann und Frau ist das Bild der Gemeinschaft, die es in Gott selbst gibt, in der Heiligsten Dreifaltigkeit. Die Frau ist voller Erwartung nach der Hingabe des Mannes und der Mann sehnt sich nach der Hingabe der Frau. Meine sexuelle Identität anzunehmen bedeutet, das Leben anzunehmen. Es bedeutet, „Ja“ zu sagen zum Geschenk des Lebens, zu meinem Körper, der von seinem Geschlecht geprägt ist.Lasst uns lernen, unsere spezifische Berufung zu entdecken. Lasst uns Männer und Frauen werden nach dem Plan Gottes, nach seinem Herzen. Unser jetziges und unser zukünftiges Glück hängt davon ab. Es ist wichtig, dass ich bewusst „Ja“ sage zu meiner sexuellen Identität, um das zu sein, was ich bin.
Gedanken von Papst Johannes Paul II.: Gott hat den Menschen geschaffen als Mann und als Frau und damit in der Geschichte des Menschen jenen besonderen „Doppelcharakter“ eingeführt. Er besagt volle Gleichheit, wenn es um die Menschenwürde geht, und eine wunderbare gegenseitige Ergänzung, wenn es um die Verteilung von Attribute, Eigenschaften und Aufgaben geht, die mit dem Menschen als Mann oder Frau verbunden sind.
Darum ist dies ein Thema, das von vornherein zum personalen „Ich“ eines jeden von euch gehört. Die Jugend ist jene Zeit, in der dieses große Thema prüfend und schöpferisch Seele und Leib des Mädchens und des Jungen bewegt und sich im Bewusstsein des Jugendlichen zusammen mit der grundlegenden Entdeckung des eigenen „Ich“ mit all seinen vielfältigen Möglichkeiten zeigt. Für ein junges Herz eröffnet sich damit eine neue Erfahrung: Es ist die Erfahrung der Liebe, welche von Anfang an in den Lebensentwurf eingeschrieben sein will, den der junge Mensch von sich aus entwirft und formt. (Apostolischer Brief „Dilecti Amici Nr. 10, 1985)
Vertiefung: Frage dich: „Möchte ich Gott in Seiner Liebe und Schönheit ähnlich werden? Oder ist das Bild, das ich von Gott habe, so verfälscht, dass ich Ihm gar nicht ähnlich sein möchte?“ Überlege, was für dich die grundlegenden Werte sind, die zu deiner Identität als Mann oder Frau gehören. Bitte Jesus und Maria dir zu helfen, Ihnen ähnlich zu werden.
Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:
Weihegebet: Maria, heute weihe ich Dir meine sexuelle Identität und damit alles, was mich in meinem Mann- oder Frausein glücklich macht, und auch alles, was ich dabei nicht annehmen und lieben kann. Mit Dir danke ich Gott, meinem Schöpfer, denn Er hat mich Ihm ähnlich gemacht (Gen 1, 27) und ich bin berufen, in meiner Identität Seine Liebe und Seine Schönheit wiederzuspiegeln.Maria, hilf mir, meine Berufung als Mann oder als Frau ganz anzunehmen, so wie Gott es gewollt hat und sie immer mehr zu entdecken, um sie in ihrer ganzen Schönheit zu leben.
Abschluss:






