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5. Tag: Weihe der Sinne

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Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geis­tes. Amen.


Gebet: „Heiliger Geist, Dein Wohlgeschmack ist süßer als Honig und alle andere fühlbare Süße. Hunger und Sehnsucht bleiben immer in mir, denn ich kann Dich nicht ganz erfassen. Ich muss Dir Dank, Lob und Ehre erwei­sen, denn das ist mein eigentliches Leben. Ich empfinde in mir eine Unruhe, und kann sie nicht begreifen. Gott, der alle meine Bedürfnisse kennt, möge mit mir machen, was er will.“ (Jan van Ruysbroeck)


Glaubensbekenntnis:

 

Schriftlesung: „Deshalb umgürtet euch, und macht euch bereit! Seid nüchtern, und setzt eurer Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird. Seid gehorsame Kinder, und lasst euch nicht mehr von euren Begierden treiben wie früher, in der Zeit eurer Unwissenheit. Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch euer ganzes Leben heilig werden.“ (1 Petr 1, 13-15)

 

Gedanke eines Heiligen: „Bewirke bitte, dass ich in Dir eine Freude und eine Sanftmut finde, die all diese falschen Freuden übersteigt, deren Sklave ich war. Ich will dich lieben mit einer festen und unerschütter­lichen Liebe. Ich will mich immer an Deiner allmächtigen Hand festhal­ten, mich daran binden mit allen Kräften meines Herzens und meiner Seele, damit Du mich bewahrst vor allen Versuchungen bis an das Ende meines Lebens.“ (hl. Augustinus)

 

Betrachtung: „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens. Wir schreiben dies, damit unsere Freude vollkommen ist.“ (1 Joh 1, 1-4) Die Sünde hat unsere Sinne, die geschaffen sind, um uns zur Vereinigung mit Gott zu führen, verdunkelt und abgestumpft. Wir müssen deshalb lernen, sie in neuer Weise zu gebrauchen.

Herr, segne meine Ohren, die so viele schlechte Worte gehört haben und die aus mir einen Menschen gemacht haben, der leidet. Reinige sie, damit sie der Liebe geweiht, mir helfen, deine Stimme zu hören, die mich segnet und die mir sagt, dass ich wirklich dein geliebter Sohn, deine geliebte Tochter bin. Herr, segne meinen Mund, damit ich nicht mehr Negatives, sondern Gutes sage und damit ich von Deiner Liebe erzähle und Dich preise. Herr, segne meine Augen, die so viel Negatives sehen, die oft die Fehler anderer erkennen, damit sie mir helfen, deine Gegen­wart in allem und in allen zu erkennen. Lass sie leuchten von Deiner Schönheit und Herrlichkeit. Herr, segne meinen Geruchssinn, damit er den Duft der Erkenntnis Christi wahrnehmen kann. (2 Kor 2, 14) Herr, segne meinen Tastsinn und meine Hände. Fülle Du den tiefen Mangel an Zärtlichkeit in mir aus. Tröste mich mit deiner zärtlichen und liebevollen Umarmung, und hilf mir, den Leib der anderen zu ehren, wie ich den Leib Christi ehre.

 

Gedanken von Papst Johannes Paul II.: Vor aller Welt bekräftigt der Papst heute Abend zusammen mit euch, der Jugend aus allen Erdteilen, den Glauben, der das Leben der Kirche trägt: Christus ist das Licht der Völker. Er ist gestorben, und Er ist auferstanden, um den Menschen, die auf dem Weg durch die Zeit sind, die Hoffnung auf die Ewigkeit wiederzuschen­ken. Sein Evangelium erniedrigt das Menschliche nicht: Jeder echte Wert, der in den Kulturen zum Ausdruck kommt, wird von Christus aufge­nommen und erhöht. Der Christ ist sich dessen bewusst und kann nicht umhin, Stolz und zugleich Verantwortung darüber zu verspüren, dass er selbst Zeuge des Lichtes des Evangeliums ist. Gerade deshalb rufe ich euch heute Abend zu: Lasst das Licht Christi in eurem Leben erstrahlen! Wartet nicht, bis ihr älter seid, um den Weg der Heiligkeit zu gehen! Die Heiligkeit ist immer jung, so wie Gottes Jugend ewig dauert. Teilt allen die Schönheit der Begegnung mit Gott mit, die eurem Leben Sinn verleiht. […] Seid für die Erde Widerschein seines Lichts! Es ist das schönste und wertvollste Geschenk, das ihr der Kirche und der Welt machen könnt. Der Papst begleitet euch – das wisst ihr – mit seinem Gebet und seinem lie­bevollen Segen. (Toronto, Downsview Park, 27.07.2002)

 

Vertiefung: Wende heute eine schlechte Gewohnheit zum Guten! (z.B. wenn du anderen mit Misstrauen begegnest, so entscheide dich heute, ohne Vorurteil, mit reinem Blick auf sie zuzugehen.)

 

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

 

Weihegebet: Maria, Deine Sinne waren immer aufmerksam Gott zuge­wandt. Du hast aus jeder Bewegung ein Gebet gemacht. Ich weihe Dir meine Sinne und die Gaben, die darin verborgen sind. Du weißt, dass wir alle verletzt sind durch das Böse, durch die Sünde, aber wir haben ein unerschütterliches Vertrauen, denn Gott lädt uns ein zu einem neuen Leben. Danke, dass du da bist, Maria, um mir zu helfen dieses neue Leben, dass Gott mir anbietet, zu leben. Hilf mir, meine Sinne nicht mehr unnötig negativen Dingen auszusetzen, und alles mit einem guten und barmherzigen Herzen zu empfangen, und schenk mir die Fähigkeit, Gut und Böse voneinander zu unterscheiden, um das Böse abzulehnen und das Gute zu erwählen.

 

Abschluss:


4. Tag - 6. Tag