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8. Tag: Weihe des Verstandes

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Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geis­tes. Amen.


Gebet: „Komm, Vater des Lichts, komm, Gott der Barmherzigkeit, forme in mir mein Gebet, zeige mit die Wahrheit! Berühre meine Seele mit der Glut deines Feuers, die meine Seele entflammt und mit Gott erfüllt.“ (hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

 

Glaubensbekenntnis:

 

Schriftlesung: „Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen, und hat uns Einheit geschenkt, damit wir Gott den Wahren erkennen. Und wir sind in diesem Wahren, in seinem Sohn Jesus Christus. Er ist der wahre Gott und das ewige Leben.“ (1 Joh 5, 20)

 

Gedanke eines Heiligen: „Gott, die ewige Weisheit, erschuf sozusagen strahlende Abbilder und Ausdrücke Seines eigenen Verstandes, Seines Gedächtnisses und Seines Willens und gab sie der Seele des Menschen. Er soll das lebendige Ebenbild Gottes sein. Die ewige Weisheit entzündet im Herzen des Menschen ein Feuer reiner Liebe zu Gott, sie schuf ihm einen Leib von strahlend lichter Schönheit. All die vielfältigen Reize der Engelwelt, der Tierwelt und der übrigen Geschöpfe hat sie im Menschen gleichsam zusammengefasst.“ (hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

 

Betrachtung: Nach dem Plan Gottes soll unser Verstand uns helfen, Got­tes Gegenwart in uns zu erkennen und den Sinn unseres Lebens zu fin­den. Aber meistens gebrauchen wir unseren Verstand für das Gegenteil: wir denken, Gott hat die Dinge nicht richtig gemacht, als er uns das Leben gegeben hat, er hat uns verlassen; er liebt uns nicht wirklich; das Glück ist nicht für uns; die wahre Liebe gibt es nicht; und daher ist das Leben nicht lebenswert. Wenn wir Gott jetzt unseren Verstand weihen, erlauben wir Ihm, uns „einen Geist der Weisheit und Erkenntnis“ zu geben, der uns fähig macht, Ihn wahrhaft zu erkennen (vgl. Eph 1, 17). Herr, erneure unseren Verstand, damit er uns dazu diene, an Deine Liebe zu glauben!

 

Gedanken von Papst Johannes Paul II.: Die persönliche Begegnung mit Christus erleuchtet das Leben mit neuem Licht, lässt uns auf dem guten Weg wandeln und verpflichtet uns, seine Zeugen zu sein. Die von ihm auf uns gekommene neue Betrachtungsweise der Welt und der Menschen lässt uns tiefer in das Geheimnis des Glaubens eindringen; dieses ist ja nicht nur eine Summe von theoretischen Aussagen, die mit dem Verstand angenommen und bestätigt werden müssen, sondern vielmehr eine Erfahrung, die man sich aneignen, eine Wahrheit, die gelebt wer­den muss, das Salz und das Licht der ganzen Wirklichkeit.[1] (Aus d. Botschaft zum XVII. Weltjugendtag in Toronto 2002)

 

Vertiefung: Danke Gott heute für deinen Verstand und für alles, wozu dieser dich befähigt. Bitte den Heiligen Geist, dein Urteilsvermögen zu erleuchten. Denke dabei an eine konkrete Situation.

 

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

 

Weihegebet: Maria, Königin des Himmels, Du hast immer auf das Wort Gottes gehört und es angenommen, indem Du Dich zur Dienerin Gottes gemacht hast. Wie glücklich bist Du, denn Du hast das Werk des Heiligen Geistes in Dir mit Deinem ganzen Verstand bejaht. „Und das Wort ist Fleisch geworden.“ Meine Mutter, ich weihe Dir meinen Verstand, damit Du mir hilfst, das Wort Gottes aufzunehmen, es zu betrachten und in mei­nem Herzen zu bewahren. Ich will wie Du dem Geist der Wahrheit gehor­chen und das Wort Gottes in die Tat umsetzen. Schenke mir „eine Erneu­erung meines Denkens“, damit ich den „neuen Menschen anziehe, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heilig­keit“. (vgl. Eph 4, 23- 24)

 

Abschluss:


7. Tag - 9. Tag 



[1] vgl. Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 88.