32. Tag: Weihe an den Vater
Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Gebet: „Heiliger Geist, Feuer der Liebe, komme vom Vater herab, tröste mich, erfrische mich, und erleuchte meine Seele. Komme, erleuchte und beruhige mein Herz, reinige mich, heile meinen Körper. Komm und inspiriere durch Dein Licht und Deine Wahrheit meine Gedanken, meine Worte, mein Verhalten und alle meine Taten." (Jean-Paul Dufour)
Glaubensbekenntnis:
Schriftlesung: „Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: „Abba, Vater"! Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott." (Gal 4, 6-7)
Gedanke eines Heiligen: „So wie in der Ordnung der Natur ein Kind einen Vater und eine Mutter braucht, so braucht in der Ordnung der Gnade ein wahres Kind Gottes Gott als Vater und Maria als Mutter." (hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)
Betrachtung: Oft haben wir noch Angst vor Gott Vater, wir halten Ihn für unseren Richter. Gott Vater ist aber das Gegenteil: Er will unser Bestes. Er möchte jeden Moment unseres Lebens für uns da sein, wie ein echter Papa. Er will uns wachsen sehen, Er will an unseren Freuden, unsere Schmerzen und auch unsere Sorgen mit uns teilen. Er will uns auch Seinen Rat geben.Maria führt uns unaufhörlich zu Ihm. Stellt euch sie euch wie eine Mutter vor, die ihrem Kind gehen lehrt: Sie stellt sich hinter das Kind, nimmt seine Händchen, dann lässt sie eine Hand los und dann stellt sich der Vater ganz nah vor das Kind, mit weit offenen Armen. Das Kind sieht den Papa und wagt es, einen ersten Schritt zu machen, um sich seine Arme zu werfen. Dieses Bild veranschaulicht uns die Liebe Mariens zu jedem von uns und ihren Platz im Leben eines jeden. An uns ist es, voll Vertrauen zum Vater zu laufen. Unser Ziel: In den Armen des Vaters ruhen.
Gedanken von Papst Johannes Paul II.: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat" (Joh 3,16). Gott liebt die Welt! Und trotz der Ablehnung, zu der sie fähig ist, wird sie bis zum Ende geliebt werden. „Der Vater liebt euch" seit jeher und für immer: das ist die unglaubliche Neuheit, „diese einfache und erschütternde Verkündigung ist die Kirche dem Menschen schuldig" (vgl. Christifideles laici, 34). Wenn der Sohn uns auch nur dieses eine Wort gesagt hätte, würde das schon genügen. „Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es!" (1 Joh 3, 1). Wir sind keine Waisen, Liebe ist möglich. Denn - wie Ihr wisst - kann man nicht lieben, ohne geliebt zu werden.Wie aber soll diese Frohbotschaft verkündet werden? Jesus zeigt uns den Weg: wir müssen auf den Vater hören, um seine Lehre anzunehmen (Joh 6,45), und an seinem Wort festhalten (vgl. Joh 14, 23). Diese Erkenntnis des Vaters wird mehr und mehr wachsen: „Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen" (Joh 17, 26), und das Wirken des Geistes wird zur ganzen Wahrheit führen (vgl. Joh 16, 13). (Botschaft zum XIV. Weltjugendtag, 1999)
Vertiefung: Erinnere dich an alle Ereignisse, bei denen du nicht an die bedingungslose Liebe Gottes, des Vaters geglaubt hast. Suche in der Bibel das Segenswort, das am besten zu deiner Situation passt und bitte im Gebet um die Gnade, dass dieses Wort dein eigenes Wort wird (z.B. ich habe eine Situation der Verlassenheit durchlebt, ich nehme das Wort aus Jesaja 49, 15-16 an: „Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht.")
Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:
Weihegebet: Maria, deine Beziehung zu Gott war stets die einer Tochter zu ihrem Vater, niemals hast du seine Wünsche abgelehnt, denn Du wusstest Dich seit Ewigkeit her von Ihm geliebt. Auch ich glaube, dass ich so geliebt werde. Deshalb weihe ich mich ganz dem Vater und seiner wohlwollenden Liebe zu mir. Maria, ich vertraue Dir alle meine Schwierigkeiten an, mich als Kind Gottes zu verstehen. Hilf mir mit Deiner mütterlichen Liebe, immer mehr die wunderbare Vaterschaft Gottes zu erkennen und so die Erfahrung zu machen, wie ein Kind in Seinen Armen zu ruhen, wie ein Kind, das sich unendlich geliebt weiß.
Abschluss:






